Beiträge zum Thema ‘Geld’
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Hauptsache, wir haben was zu tun…
Wir haben das Thema letzte Woche schon angerissen – oft funktioniert gemeinsame Wunscherfüllung über Geld. Er finanziert, sie organisiert – oder umgekehrt. So gibt es auch immer ein gemeinsames Thema für Gespräche. Wenn das Projekt vorbei ist, steht das Paar genau da, wo es vorher stand. Dann muss ein neues Projekt her. Aber die Beziehung ist wie vorher. Es gibt keine Entwicklung von innen heraus. Die fehlende Entwicklung im Innern wird kompensiert im Außen.
Dass Sie mich nicht falsch verstehen: Gemeinsame Projekte sind nicht schlecht. Sie sind gut. Aber man muss sich bewusst machen, welches Projekt welchen Zweck erfüllt, und darüber reden, was das alles wirklich bedeutet. Offen reden. Sonst läuft das so wie bei vielen Paaren: Hauptsache, wir haben was zu tun. Dann müssen wir nicht darüber nachdenken, was eigentlich alles scheiße läuft zwischen uns. Wenn Ihnen das irgendwie bekannt vorkommt, sollten Sie mal eine Projektpause einlegen!
Erinnern Sie sich noch an meinen Freund Victor? Der führt so eine Beziehung … und erzählte mir neulich: „Also meine Ex, die hat mich dauernd in so Beziehungsgespräche reingezogen, das hat mich unendlich genervt. Aber mittlerweile ist mir klar: Mit meiner neuen Frau hätte ich auch gerne eine echte Basis, ohne all das äußerliche Zeug, um auch mal über uns reden zu können. Ich meine, ich will ja mit ihr nicht gleich auf ein Tantra-Seminar oder so, aber irgendwie mehr Nähe wäre wunderbar. Mehr Tiefe. Weißt du was ich meine?“
Ja, weiß ich. Und deswegen frage ich ihn: „Was willst du noch von ihr?“, und er antwortet: „Ich will, dass sie zu mir steht. Auch mit weniger Geld.“ Das ist doch mal eine klare Ansage – und lässt hoffen, dass sie die Kurve kriegen und ihrer Beziehung von innen heraus Sinn geben können. Ich bin gespannt…. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
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„Schatz, die Hubers haben einen Mercedes gekauft. Die M-Klasse, du weißt schon…“
„Na und?“ „Was na und! Ich mein ja bloß!“ Kommt ihnen dieser Dialog bekannt vor? Nicht verwunderlich, denn solche Diskussionen um Geld und Konsum sind Teil der meisten Beziehungen. Wunscherfüllung jetzt oder später? Planen, anschaffen und konsumieren als Teil der Beziehung? Als Liebesersatz? Manchmal fragt man sich… Viele Paare nehmen sich gemeinsame Projekte vor, die mit Geld zu tun haben. Ein Beispiel: Das Traumhaus. Da laufen Bausparverträge und rauben den tapferen Sparern im Alltag die Luft zum Atmen, damit eines Tages das freistehende Haus gebaut werden kann, von dem schon Zeichnungen und Grundrisse existieren.
Oder die Einrichtung, alles auf Kredit: Das Ledersofa, die Küche, das Bad…wenn’s gut läuft, gehören sie in fünf Jahren nicht mehr der Bank, sondern dem Ehepaar. Inzwischen aber machen die Raten das Budget eng. Und was ist, wenn das Projekt erledigt ist? Kommt dann das nächste Projekt, die nächste Anschaffung? Und was passiert mit der Beziehung, wenn es mal kein Projekt gibt? Dann sieht‘s oft finster aus. Sinn im Leben und in der Beziehung kreieren über Geld als Vehikel? Meiner Meinung nach kann das nicht funktionieren…
Ich finde grundsätzlich, eine der schlimmsten Fallen unserer Zeit ist die Vorstellung, eines Tages glücklich zu sein, wenn genügend Geld da ist, um diesen oder jenen Traum zu verwirklichen. Kommen Sie raus aus dieser Falle! Machen Sie rechtzeitig „Kassensturz“: Entweder, Sie sind auch ohne das viele Geld glücklich und zufrieden, dann haben Sie gute Chancen, immer noch glücklich und zufrieden zu sein, wenn Sie mehr davon haben. Oder Sie sind es nicht, dann tendieren Ihre Chancen gegen Null, glücklich und zufrieden zu sein, auch wenn Sie eines Tages steinreich geworden sind.
Denken Sie mal drüber nach
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Meine Frau will nächstes Jahr einen Porsche Panamera fahren…
…so weihte mich letzte Woche mein Freund Victor in seine jüngste Beziehungskrise ein. „Mann, oh Mann“, denke ich, „na, wenn’s weiter nichts ist…“ Allzu glücklich jedenfalls schien auch Victor nicht über den extravaganten Wunsch seiner Angetrauten Karina.
Des Geldes wegen kriseln viele Beziehungen. Das Thema hat enormes Konfliktpotenzial und ist einer der häufigsten Gründe für Krach. Beispiel: Er hält es zusammen, sie gibt es aus. Oder umgekehrt. Sie liebt Statussymbole – Dior-Kette, Louboutin-Pumps, Mercedes-Cabrio, Villa am Meer, Turniere im Golfclub – das volle Programm. Und er könnte locker darauf verzichten. Oder umgekehrt. Sie braucht Sicherheit durch ein gut angelegtes Vermögen. Ihm ist das nicht wichtig. Oder umgekehrt.
Wie ist das bei Ihnen? Mal ehrlich: Schon mal drüber nachgedacht, wie diese spezielle Dynamik in Ihrer Beziehung funktioniert? Oder sind bei Ihnen Diskussionen solcher Art sowieso an der Tagesordnung?
Meine Meinung ist: Nur eins ist schlimmer, als über Geld zu streiten, und das ist, wenn darüber ausgiebig geschwiegen wird. Wenn Status zur Selbstverständlichkeit, zum Selbstläufer wird, der die Voraussetzung zum Glücklichsein ist. Klar, Geld kann Spaß machen und ohne hat man wahrscheinlich mehr Probleme als mit. Aber Geld kann keine Beziehung aufrechterhalten oder retten. Die Liebe und Zuneigung, die Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit des Partners kann man nicht mit schönen Dingen kaufen.
Zurück zu Victor. Sie fragen sich nun sicher, wie meine Reaktion auf sein Statement war. Gar nicht so einfach: Ich weiß nämlich, dass ihn sein Job als Vertriebschef eines Pharmaunternehmens enorm ankotzt. Dass er sinnlos findet, was er tut, und dass er am liebsten etwas ganz anderes machen würde. Auch, wenn das bedeuten würde, wesentlich weniger zu verdienen. Aber seine Frau sperrt sich. Denn das würde einen Umzug bedeuten, keinen Porsche Panamera, einen anderen Freundeskreis und weniger Luxus und Prestige.
Was mir klar wurde: Letztlich geht es hier nicht um Geld, sondern um Werte. Für Karina ist Geld und Status ein Wert an sich, für Victor nicht. Das habe ich ihm so gesagt – und ich bin gespannt, was er damit macht. Ich halte Sie auf dem Laufenden